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Konzeption und Programmierung:

Redaktionsbüro Dank
Christine Bolz
Ralf Dank
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Imprint / privacy statement

Arnt

Arnt der Bilderschneider – Meister der beseelten Skulpturen

Meister Arnt von Kalkar und Zwolle betrieb in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erst in Kalkar, dann in Zwolle eine florierende Bildhauerwerkstatt. Zu ihren Produkten zählen Altarretabel mit bildhaften Reliefs, ein großartiges Chorgestühl in Kleve, individuelle Christusbilder, liebreizende Marienfiguren und zahlreiche Heiligenfiguren, die durch den Ausdruck ihrer Gesichter und die Wechselwirkung ihrer Körperhaltungen mit den bewegten Gewändern auf besondere Weise beseelt erscheinen.

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Das Klever Chorgestühl

Ein Referenzwerk zur Bestimmung des Oeuvres von Meister Arnt

Das von Meister Arnt geschaffene Chorgestühl für die Minoritenkirche St. Maria Empfängnis in Kleve ist so groß und unzerlegbar, dass es nicht in die Ausstellung gebracht werden konnte. Eine geschnitzte Inschrift datiert das Gestühl 1474 und hebt hervor, dass es zur Zeit von Herzog Johann I. von Kleve entstand. Deshalb kann man in ihm auch den Stifter des Werks vermuten.

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Wieder zusammengeführt

Das Dreikönigenrelief im Museum Schnütgen

Anfang 2019 ist es dem Museum Schnütgen gelungen, das bereits seit 1993 in der Sammlung befindliche Dreikönigenrelief von Meister Arnt durch einige ursprünglich dazugehörige Fragmente zu ergänzen.

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Mitfühlen

Das Pariser Kartäuserretabel und verwandte Werke

Im späten Mittelalter hatte die Vergegenwärti­gung des Leidens Christi in Meditationen über die Passionsgeschichte große Bedeutung für das Seelenleben der Menschen. Davon zeugen Texte und Werke der bildenden Kunst. Einen emotionalen Zugang zur Einfühlung in das Leiden Jesu bietet das Mitfühlen mit den in das biblische Passionsgeschehen einbezogenen Personen, ganz besonders Maria. 

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Im Dialog mit dem Kupferstich

Ein neues Medium – der Kupferstich

Ein wichtiges, noch relativ junges Medium zur Verbreitung künstlerischer Ideen in der Zeit Meister Arnts war der Kupferstich. Einzelne Motive und Kompositionen ließen sich über gedruckte Blätter gut vervielfältigen und als Vorlage nutzen. Im Vergleich zu den auftragsgebundenen Werken der Schnitzkunst oder Malerei bot der Kupferstich andere Freiheiten zur künstlerischen Erprobung.

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Marienbilder

Jungfrau, Tochter, Mutter, Himmelskönigin

Bilder der Muttergottes spielen in der Kunst des späten Mittelalters eine wichtige Rolle. Neben erzäh­lerischen Darstellungen, wie dem Dreikönigenrelief oder der Beweinungsszene im Pariser Kartäuser­retabel, sind von Meister Arnt viele Einzelfiguren Mariens erhalten. Sie zeichnen sich aus durch holde Anmut, Beseeltheit, den Schmuck der Figuren durch kostbare Gewänder und vielfältige Interpretationen des Miteinanders von Mutter und Kind.

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Heilige aller Arten

Gefragte Heilige

In der Werkstatt des Arnt Beeldesnider wurden viele Heiligenfiguren geschnitzt. Darstellungen der hl. Luzia von Syrakus waren offenbar besonders beliebt. Bei ihrer Arbeit konnten die Bildschnitzer auf ein reiches Repertoire einmal entwickelter Gewandmotive und Gesichtstypen zurückgreifen. Der Stil der Werkstatt ist leicht wiederzuerkennen und doch gleicht keine Figur ganz genau einer anderen. 

Heilige aller Arten

Die heilige Wilgefortis - Genderfragen im Mittelalter

Die Legenden vieler heiliger Märtyrerinnen aus der Zeit der römischen Christenverfolgungen wie Barbara, Dorothea, Katharina und auch Luzia, handeln von männlicher Gewalt gegen Frauen. 

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Heilige aller Arten

Charismatische Charaktere

Die heiligen Ordensmänner und Apostel aus  der Arnt-Werkstatt zeichnen sich durch deutlich ausgeprägte Individualität in der Statur und besonders in den Physiognomien aus.   

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Superheld

Der Georgsaltar

Der Altarschrein mit Szenen aus der Legende des hl. Georg hat sich mit der originalen Farb­fassung an seinem ursprünglichen Bestimmungs­ort, der Nicolaikirche in Kalkar, erhalten. Wie bei einem Wimmelbild sind neun Szenen aus dem Leben Georgs in einem weiträumigen Landschafts­panorama gleichzeitig zu sehen. 

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Wiederentdeckung im Historismus

Ferdinand Langenberg

Die erste umfassende Restaurierung des Kalkarer Georgsaltars von Meister Arnt erfolgte im Zusammenhang mit der aufkommenden Denkmalpflege im Rheinland. Ab 1890 wurden die rheinischen Denkmäler inventarisiert und in der von Paul Clemen herausgegeben Reihe „Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz“ publiziert. Einer der ersten Bände galt dem Kreis Kleve mit der Stadt Kalkar inklusive der St. Nicolaikirche. Neben der Bestandsaufnahme ging es auch darum, den Erhalt der Kunstwerke zu gewährleisten.

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Die Größe der Heiligen

Eine „Kathedrale“ auf dem Lande – Die Heiligen aus Venray

Die St. Peter in Ketten geweihte große Kirche in Venray (Niederlande), wurde nach 1478 mit zahlreichen Altären geschmückt, von denen bis heute vor allem einzelne Figuren erhalten sind, darunter zehn aus der Werkstatt des Arnt Beeldesnider. Sie befanden sich ursprünglich in Altären, in denen meist drei Bildwerke unter Baldachinen untergebracht waren, wie aus den Archivalien hervorgeht. Ein auffälliges Merkmal der Figuren aus Venray ist ihre eindrucksvolle Größe, welche die in den deutschen Gebieten des Niederrheins erhaltenen Heiligenfiguren der Arnt­-Werkstatt deutlich überragt. Von besonderer Qualität ist die Figur der hl. Luzia, deren originale Farbfassung erhalten ist.

Christusbilder

Gekreuzigt, gestorben und begraben, auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes

Die Christusbilder Meister Arnts sind von idealer Schönheit. Sie umfassen ein großes Spektrum von Darstellungen des Leidens und Sterbens Jesu, aber auch die Überwindung des Todes. 

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Engel als Wappenträger Christi

Insignien der Passion

Aus der Werkstatt von Meister Arnt haben sich einige offenbar als Paare konzipierte Engelsfiguren erhalten. Auf hohen Säulen waren sie vor oder neben Altären im Kirchenraum aufgestellt. Ursprünglich waren sie alle an ihren Flügeln als Engel zu erkennen. Nur die beiden Engel aus dem Xantener Dom vermitteln uns davon heute noch einen Eindruck, wenngleich deren geschwungene Flügel mit ihrer leuchtenden Farbigkeit aus jüngerer Zeit stammen.

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Tod und Nachfolge

Der Hochaltar der Nicolaikirche in Kalkar – Arnt Beeldesniders Tod und die schwierige Suche nach einem Nachfolger

Einen Höhepunkt im Œuvre Arnts sollte das Hoch­altarretabel der Nicolaikirche in Kalkar bilden, für dessen Ausführung er 1488 von den Provisoren der Bruderschaft Unserer Lieben Frau den Auftrag erhielt. Der Entwurf sah die gigantische Reliefkom­position einer figurenreichen Kreuzigungsszene vor. 

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Arnt

Arnt the sculptor of images – Master of animated sculptures

In the second half of the 15th century, Master Arnt of Kalkar and Zwolle ran a flourishing sculptor’s workshop, first in Kalkar, then in Zwolle. The art-works produced by the workshop include altar-pieces decorated with vivid reliefs, the magnificent choir stalls in Cleves, individual sculptures of Christ, charming statues of the Virgin Mary and many renderings of saints. All of them exude a special vitality arising from their facial expressions and the interplay between their vibrant postures and flowing garments.

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The choir stalls
from Cleves

A reference work for establishing the œuvre of Master Arnt

The choir stalls crafted by Master Arnt for the Friars Minor Conventual church of St. Mary Immaculate in Cleves are so large and were built in such a way  that they cannot be dismantled. They could there­fore not be put on display in this exhibition. A carved inscrip tion dates the choir stalls to 1474 and pro­claims that they were created during the reign of John I, Duke of Cleves. It can thus be assumed that he donated them to the church.

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Reunited

The relief of the Magi at the Museum Schnütgen

Master Arnt’s relief of the Magi was added to the Museum’s collection in 1993. In early 2019,  the Museum Schnütgen was able to acquire a number of fragments that had originally been  part of the relief.

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Compassion

The Carthusian retable from Paris and related works

In the late Middle Ages, the visualisation of the suffer ings of Christ in meditations about the Passion played a key role in the spiritual life of the people, as revealed by texts and works of the visual arts.

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Arts in dialogue

The engraving – A new medium

Copperplate engraving was an important medium for the dissemination of artistic ideas, but still a relatively recent development during Master Arnt’s time. Printed sheets facilitated the reproduction of individual motifs and compositions, also for use as patterns. Unlike commissioned carvings or paintings, copperplate engraving offered artists more freedom to try out new ideas.

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Images of the Virgin Mary

Virgin, daughter, mother, Queen of Heaven

Images of the Virgin Mary played a key role in the art of the late Middle Ages. In addition to narrative renderings such as the relief of the Magi or the Lamentation scene of the Carthusian retable from Paris, a large number of individual statues of the Virgin carved by Master Arnt have survived.

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Saints of all stripes

Saints in high demand

Sculptures of saints were created in large numbers in the workshop of Arnt Beeldesnider. There seems to have been a particularly large market for renderings of St. Lucy of Syracuse. As they carried out their work, the carvers were able to fall back on an extensive repertoire of garment motifs and face types that had been created in the past. Even though the individual style of the workshop is unmistakeable, no two figures are exactly alike.

Saints of all stripes

St. Wilgefortis – Gender issues in the Middle Ages

The legends surrounding many of the female martyrs from the time of the persecution of Christians in Rome, such as the saints Barbara, Dorothy, Catherine and Lucy, tell of violence against women carried out by men.

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Saints of all stripes

Charismatic characters

The holy monks and apostles crafted by  Master Arnt’s workshop are characterised by their marked individuality, both in stature  and, to an even greater degree, in physio-gnomy.

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Superhero

The St. George altarpiece

The altarpiece shrine depicting scenes from the legend of St. George still stands, its original poly­chromy intact, at its intended location, the church of St. Nicolai in Kalkar. Similar to a hidden picture puzzle, the reliefs simultaneously depict nine scenes from the life of St. George across a spacious panoramic landscape.

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Rediscovery in the era of historicism

Ferdinand Langenberg

The first large-scale restoration of the altarpiece of St. George carved by Master Arnt for the church in Kalkar was carried out during a time marked by rising interest in the preservation of monuments in the Rhineland.

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Great Saints

A country “cathedral” – The saints from Venray

After 1478, the large church in Venray (Netherlands) consecrated to St. Peter in Chains was decorated with a large number of altarpieces. For the most part, only individual figures from these altars have survived until today, including ten figures from the workshop of Arnt Beeldesnider.

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Images of Christ

Crucified, died and buried, rose again, ascended into heaven, he is seated at the right hand of the Father

The images of Christ crafted by Master Arnt exhibit  an ideal beauty. They encompass an extensive range of depictions of the suffering and death of Jesus, but also his overcoming of death.

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Angels as squires of Christ

Insignia of the Passion

Several figures of angels crafted by Master Arnt’s workshop have been preserved that are assumed to have been designed as sculptural pairs. Inside the churches, they were mounted on high columns in front of or next to altars.

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death and the arduous search for a successor

The altarpiece for the high altar of the church of St. Nicolai in Kalkar

The retable for the high altar of the church of St. Nicolai in Kalkar was to be the crowning achieve­ment of Master Arnt’s œuvre. He received the com mission for the piece from the provisors of the Confraternity of Our Lady in 1488.

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Hl. Bischof

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, originale Farbfassung
Kalkar, St. Nicolai
Katalog WV 85

Der nahezu porträthaft lebendige Kopf eines hl. Bischofs ist charakteristisch für die Fähigkeit Meister Arnts, heiligen Männern individuelle Züge zu verleihen. Die Büste war ursprünglich Teil einer vollständigen Figur, die erst im 19. Jh. umgearbeitet und teilweise mit einer neugotischen Fassung überzogen wurde. 1957 hat man diese spätere Bemalung wieder entfernt. Niemals übermalt war jedoch die Kopfbedeckung des Bischofs, die metallisch rot schimmernde Mitra. Sie trägt noch die originale „Lüsterfassung“ – über einer das Licht reflektierenden Metallfolie aufgetragene transparente Farbe. Plastische Ziernägel und feine Punzierungen erhöhen zusätzlich die Raffinesse der farbigen Skulptur.

Abbildungsnachweis:

Bischofsbüste (Fragment einer Bischofsfigur)

Foto: Stephan Kube, Greven

Chorgestühl

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, 1474

Eichenholz

Kleve, Kath. Pfarrkirche
St. Mariä Empfängnis, ehem. Minoritenkirche
Katalog WV 1 

Abbildungsnachweis:

Foto: Stephan Kube, Greven

Anbetung der Heiligen Drei Könige

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1480–1490

Eichenholz und Ergänzungen in einem weicheren Laubholz, sichtbare Fassung aus dem 19. Jh. über Spuren älterer Fassungen
Köln, Museum Schnütgen
Katalog WV 4

Großes Relief erworben 1993 mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Kunststiftung NRW und des Freundeskreises Museum Schnütgen; die zugehörigen Fragmente erworben 2019. Restauriert mit Unterstützung der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Ernst von Siemens Kunststiftung und des Freundeskreises Museum Schnütgen.

Abbildungsnachweis:

Relief mit der Anbetung der Könige, Inv. Nr. A 1082

Foto: © Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken
 

Wieder zusammengeführt – Das Dreikönigenrelief im Museum Schnütgen

Deutsche und englische Version im Wechsel

Dauer: jeweils ca. 6 Minuten

Skript: Manuela Beer, Volker Hille, Andrea Hünteler

Bildmaterial: Rheinisches Bildarchiv, Köln / Marion Mennicken; Museum Schnütgen; Julius Fröbus GmbH, Köln

Schnitt und Animation: Julius Fröbus GmbH, Köln


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Passionsretabel mit der Beweinung Christi

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1483

Eichenholz, originale Farbfassung

Paris, Musée de Cluny – Musée national du Moyen Âge

Katalog WV 6

Abbildungsnachweis:

Hausaltärchen mit der Beweinung Christi

bpk/RMN – Grand Palais/Michel Urtado

Beweinung Christi

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1483

Eichenholz, freigelegte Reste originaler Fassung

Amsterdam, Rijksmuseum

Erworben mit Unterstützung der Rijksmuseum-Stiftung

Katalog WV 7

Abbildungsnachweis:

Meister Arnt von Kalkar und Zwolle, Beweinung Christi mit kniendem Stifter, um 1480
(Beweinungsgruppe aus Boukoul, , Inv. Nr. BK-1956-31)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Grablegung Christi

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1485

Eichenholz, Reste einer farbigen Fassung

Isselburg-Anholt, Wasserburg Anholt, Sammlung der Fürsten zu Salm-Salm

Katalog WV 8

Abbildungsnachweis:

Grablegungsgruppe

Foto: Stephan Kube, Greven

Beweinung Christi

Israhel van Meckenem, um 1480

Kupferstich
Amsterdam, Rijksmuseum
Katalog VK 6

Die emotionalen Darstellungen der Trauer um Christus im Werk von Meister Arnt sind getragen von der Mimik und den besonderen Gesten der Figuren. Dabei orientierte sich Arnt auch an Werken der Druckgrafik. Beispielhaft sind die beiden Blätter zur Beweinung Christi, die von zwei mit ihm persönlich bekannten Kupferstechern stammen. Der Stich Israels van Meckenem zeigt in der Komposition und in gestalterischen Details, wie der Christusfigur, deutliche Übereinstimmungen zur entsprechenden Szene im Passionsretabel aus dem Musée de Cluny. Auf andere Weise ist der Stich des Meisters IAM in der Dramatik der Gesten vergleichbar.

Abbildungsnachweis:

Israel van Meckenem, Die Beweinung Christi

(Inv. Rpp-P-OB-1110)
(engl.: The Lamentation of Christ)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Beweinung Christi

Meister IAM von Zwolle, um 1475

Kupferstich

Amsterdam, Rijksmuseum

Erworben mit der Unterstützung des F.G. Waller Fonds und der Rijksmuseum-Stiftung

Katalog VK 2

Abbildungsnachweis:

Master IAM van Zwolle, Die Beweinung Christi, um 1475

(Inv. RP-P-1980-112  )
(engl.: The Lamentation of Christ)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Christus am Ölberg

Meister IAM von Zwolle, um 1480–1490

Kupferstich
Amsterdam, Rijksmuseum
Erworben mit der Unterstützung des F.G. Waller Fonds und der Rijksmuseum-Stiftung
Katalog VK 1

Die Geschehnisse in der Nacht vor der Kreuzigung Jesu sind hier simultan dargestellt: Christus im verzweifelten Gebet, das Aufwecken der schlafenden Jünger und seine sich anbahnende Gefangennahme durch die von Judas angeführte Soldatenschar. Die in starken Hell-Dunkel-Kontrasten plastisch herausgearbeiteten Figuren wirken nahezu wie ein geschnitztes Relief, das wie bei einem Altarschrein von einer filigranen Architektur mit Säulenstatuetten und durchbrochenem Maßwerk umrahmt wird.

Abbildungsnachweis:

Master IAM van Zwolle, Christus am Ölberg, um 1480-1490

( Inv. RP-P-1980-111)
(engl.: Christ in the Garden of Gethsemane)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Könige aus einer Darstellung der Wurzel Jesse

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1480–1485

Eichenholz, farbig gefasst
Antwerpen, Museum Mayer van den Bergh
Amsterdam, Rijksmuseum
Katalog WV 5b + 5c

Von den heute in den Museen in Antwerpen und Amsterdam befindlichen Königsfiguren ist nur David ist als Sänger der Psalmen an seiner Harfe zu erkennen. Alle zählen sie zu den Stammvätern Jesu, die in einer geschnitzten Ranke angeordnet waren. Historische Fotografien zeigen ganz ähnliche Könige, sehr wahrscheinlich aus demselben Ensemble, in einer neueren Montage an einem Reliquienkasten in Kleve. Vielleicht waren sie dort einmal für einen Altar der Stiftskirche als Umrahmung eines Relieffeldes, in der Predella oder aber auch für einen Marienleuchter bestimmt.

Abbildungsnachweis:

Meister Arnt von Kalkar und Zwolle, König, Fragment von einer Wurzel Jesse, um 1480-1485
(Königsbüste aus einer Wurzel Jesse, Inv. Nr. BK-NM-11395-C)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Wurzel Jesse

Israhel van Meckenem, vor 1492

Kupferstich
Amsterdam, Rijksmuseum
Katalog VK 5

Die Wurzel Jesse ist der Stammbaum Christi. Sie entspringt gemäß der Vision des Jesaja (Jes 11, 1–10) aus der Figur des schlafenden Stammvaters Jesse, dem Vater Davids. In den Bögen des Zweiges (lateinisch virga) befinden sich weitere alttestamentliche Könige als Vorfahren Christi. Er gipfelt in der Jungfrau (virgo) Maria, die auch als Blüte (flos) der Ranke gedeutet wurde. Das virtuose plastische Spiel des Laubwerks vor dunklem Grund erscheint wie ein künstlerischer Wettstreit der Gattungen: Wem gelingt die Darstellung besser, dem Kupferstecher oder dem Bildschnitzer?

Abbildungsnachweis:

Israhel van Meckenem, Wurzel Jesse

(Inv. Nr. RP-P-OB-1142)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Der hl. Bernhard von Clairvaux kniet vor Maria (Milchwunder)

Meister IAM von Zwolle, um 1470–1485

Kupferstich
Amsterdam, Rijksmuseum
Katalog VK 4

Dargestellt ist, wie Bernhard von Clairvaux (1090–1153) von der Milch einer lebendig gewordenen Marienskulptur genährt wird. Das Wunder des berühmten Heiligen und Abts des Zisterzienserordens ereignet sich in einer Seitenkapelle und wird durch den detailreich wiedergegebenen Kircheninnenraum mit kleinen Nebenszenerien zeitlich in das 15. Jh. versetzt. Auf dem rechts beschnittenen Blatt ist von den ursprünglich flankierenden Säulen nur noch die linke zu sehen, die in Form und Dekor den beiden geschnitzten Säulen des Georgsretabels von Meister Arnt gleicht.

Abbildungsnachweis:

Master IAM van Zwolle, Der hl. Bernhard kniend vor Maria mit dem Kind, 1470-1485

( Inv. RP-P-OB-1093)
(engl.: St. Bernard of Clairvaux kneels before the Virgin Mary)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Die Enthauptung Johannes des Täufers

Israhel van Meckenem, um 1480

Kupferstich
Amsterdam, Rijksmuseum
Katalog VK 8

Die Enthauptung des Johannes und die darauffolgende Szene, in der Salome ihrer Mutter das Haupt auf einer Schale präsentiert, sind in einem Erzählfluss dargestellt. Mit großer Detailfreude werden das Festmahl und die einzelnen Figuren als Typen lebendig geschildert. Die unterschiedlichen Varianten an Kopfbedeckungen und die differenzierte Gestaltung der Oberflächen zeigen große Ähnlichkeit zu den geschnitzten Reliefs von Meister Arnt. Speziell das sichelförmige Ornament auf dem Gewand des Bläsers findet sich in den Werken Arnts wieder und dient etwa im Dreikönigenrelief und dem Georgsretabel dazu, die Gesteinsoberfläche zu strukturieren.

Abbildungsnachweis:

Israel van Meckenem, Die Enthauptung Johannes des Täufers

( Inv. RP-P-OB-1100)
(engl.: The Beheading of John the Baptist)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Pietà

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, Fassung vor 1892 erneuert

Bedburg-Hau, St. Markus

Katalog WV 23

Abbildungsnachweis:

Vesperbild

Foto: Stephan Kube, Greven

Anna Selbdritt

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, Reste alter Fassung

Privatsammlung

Katalog WV 52

Anna Selbdritt

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, Fassung entfernt

Goch, Frauenhaus

Katalog WV 49

Abbildungsnachweis:

Anna Selbdritt

Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken
[Foto: RBA/M. Mennicken]

Marienkrönung

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1473

Eichenholz, Reste einer alten, nachmittelalterlichen Fassung
Hamminkeln-Marienthal, Kloster- und Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt
Katalog WV 9

 

Die aus zwei Werkblöcken zusammengesetzte, auf einer Bank thronende Figurengruppe zeigt Maria, die von Gottvater gekrönt wird. Die in weiten Teilen erhaltene leuchtende Farbfassung stammt vermutlich aus dem späten 18. Jh., ebenso wie die am vorderen Rand zu Füßen Marias angebrachte Inschrift „DetIneas patrIs IratI pIa vIrgo fLageLLa a VeterI et nostra et VaLLe MarIa tVa“ (Mögest du, fromme Jungfrau, den väterlichen Zorn abhalten von Marienthal). Liest man die hervorgehobenen Großbuchstaben als römische Zahlen, ergibt sich ein sogenanntes Chronogramm mit der versteckten Jahreszahl 1778.

Abbildungsnachweis:

Marienkrönung aus Marienthal bei Wesel

Foto: Stephan Kube, Greven

Goldene Madonna

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1475

Eichenholz, originale Farbfassung
Kalkar, St. Nicolai
Katalog WV 36

Die vollrund ausgearbeitete, zierliche Figur der Madonna mit Kind aus der St. Nicolaikirche in Kalkar ist in ihrer kostbaren originalen Farbigkeit erhalten. Durch verschiedene Schmucktechniken wurde die in weiten Teilen goldglänzende Farbfassung verfeinert. So sind am Mantelsaum Mariens Punzierungen und mit dem Zahnrädchen eingedrückte Muster zu erkennen.

Abbildungsnachweis:

Muttergottes mit Kind

Foto: Stephan Kube, Greven

Muttergottes in der Mantelfülle

Adriaen van Wesel, um 1470–1480

Eichenholz, Reste originaler Farbfassung und Vergoldung
Köln, Museum Schnütgen
Außer Katalog, Museum Schnütgen – Handbuch zur Sammlung, Nr. 186

Neben der Goldenen Madonna von Meister Arnt, die das Christkind dem Betrachter in feierlicher Distanz und Anmut präsentiert, steht ein Werk des zur gleichen Zeit führenden Bildhauers in Utrecht. Die Muttergottes in der Mantelfülle zeichnet sich durch das zärtliche Miteinander von Mutter und Kind aus, deren seelische Regungen nuancenreich zum Ausdruck gebracht werden. Das theologische Thema ist bei beiden Figuren dasselbe: Die durch ihre goldene Kleidung – in Kalkar ursprünglich auch durch eine Krone – verklärte himmlische Jungfrau trägt das nackte Kind, das die Fleischwerdung Gottes verkörpert.

Abbildungsnachweis:

Muttergottes in der Mantelfülle, Uatrecht, Adriaen van Wesel, um 1470-1480,
Inv. Nr. A 783

Foto:  © Rheinisches Bildarchiv Köln / Patrick Schwarz 

Reliquienstatuette der Muttergottes

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1475–1480

Silber, getrieben, teils vergoldet
Emmerich, St. Martini, Schatzkammer
Katalog WV 47

Die filigrane Silberstatuette war zur Aufbewahrung kostbarer Reliquien bestimmt. Sie bildet einen Beleg dafür, dass Meister Arnt auch Modelle für die Goldschmiedekunst geschaffen hat. In Aufbau und Komposition folgt sie seiner Goldenen Madonna in der Kalkarer St. Nicolaikirche. Akzentuiert wird die Silberfigur durch die vergoldeten Säume und Borten von Kleid und Mantel sowie die goldenen Haare der Mutter und des Kindes. Am Sockel ist das Wappen des Stifters der Figur, des Grafen Moritz von Spiegelberg angebracht, der 1444–1483 Propst von St. Martini war.

Abbildungsnachweis:

Reliquienstatue der Muttergottes         (Silberschmiedearbeit, teils vergoldet)

Foto: Stephan Kube, Greven

Muttergottes mit Kind

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1480

Eichenholz, Farbfassung um 1900
Köln-Longerich, St. Dionysius
Katalog WV 38

Trotz ihrer monumentalen Größe ähnelt die für einen erhöhten Aufstellungsort konzipierte Marienfigur in der Komposition ihres Gewandes der kleinformatigen Goldenen Madonna aus Kalkar. Ähnliche Entwurfsmuster konnten in der Arnt-Werkstatt in unterschiedliche Maßstäbe übertragen werden. Möglicherweise bildete sie ursprünglich die Hälfte einer frei im Kirchenraum aufgehängten Doppelfigur der Muttergottes, die sowohl nach Osten wie nach Westen blickte und von einem Strahlenkranz umgeben war. Ein Beispiel für eine solche Doppelfigur ist in der ständigen Sammlung des Museum Schnütgen in der Cäcilienkirche zu sehen.

Abbildungsnachweis:

Muttergottes mit Kind

Foto:© Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken

Hl. Luzia

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1470–1474

Eichenholz, Fassung entfernt

Kleve, Museum Kurhaus Kleve – Ewald Mataré-Sammlung, Dauerleihgabe der Ernst von Siemens Kunststiftung

Katalog WV 99

Abbildungsnachweis:

Hl. Lucia

Foto: Stephan Kube, Greven

Hl. Luzia

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1470–1474

Eichenholz, Fassung entfernt
Köln, Museum Schnütgen
Ehem. Sammlung Ferdinand Langenberg, erworben 2016 aus Privatbesitz
Katalog WV 98

Die hl. Luzia von Syrakus gehört zu den am Niederrhein ganz besonders verehrten Märtyrerinnen aus der Zeit der römischen Christenverfolgungen – allein in dieser Ausstellung sind vier Figuren von ihr vertreten. Der Legende nach hatte sie als barmherzige Christin ihre Mitgift an die Armen verschenkt und wurde dafür von ihrem Bräutigam verklagt. Ein Richter wollte sie daraufhin als Hure tausend Männern ausliefern, denen gegenüber sie standhaft blieb, worauf man ihr ein Schwert durch den Hals stieß. Das hinderte sie nicht daran, sich weiter laut zu Christus zu bekennen, bis sie die letzte Kommunion empfing.

Abbildungsnachweis:

Hl. Lucia
Inv. Nr. A 1104

Foto: ©Rheinisches Bildarchiv Köln / Patrick Schwarz

Hl. Maria Magdalena, umgearbeitet aus einer Figur der hl. Luzia

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1462–1470

Eichenholz, Fassung entfernt
Xanten-Marienbaum, St. Mariä Himmelfahrt
Katalog WV 109

Die beiden nachträglich geschlossenen Durchbohrungen im Hals der hl. Jungfrau lassen erkennen, dass es sich ursprünglich um eine Darstellung der hl. Luzia handelte. In der ergänzten linken Hand hält die Figur ein in späterer Zeit hinzugefügtes Salbgefäß, das Attribut der hl. Maria Magdalena. Die grazile Figur zeigt damit auch, wie pragmatisch die Kirche vor dem im 19. Jh. einsetzenden Zeitalter der Denkmalpflege bei Bedarf mit der Umarbeitung vorhandener Bildwerke umgegangen ist.

Abbildungsnachweis:

Maria Magdalena (urspr. hl. Luzia)

Stephan Kube, Greven

Hl. Wilgefortis

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, Fassung entfernt

Köln, Museum Schnütgen

Katalog WV 105

Abbildungsnachweis:

Hl. Wilgefortis
Inv. Nr. A 928

Foto: ©Rheinisches Bildarchiv Köln

Kruzifixus

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, Fassung entfernt

Hamminkeln-Dingden, St. Pankratius

Katalog WV 16

Abbildungsnachweis:

Kruzifix

Foto: Stephan Kube, Greven

Weibliche Heilige

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, Fassung entfernt
Köln, Museum Schnütgen
Katalog WV 85

Bei dieser Figur handelt es sich um eine der gelegentlich in der Arbeit eines Museums vorkommenden erfreulichen Entdeckungen im Depot. Jahrzehntelang schlummerte sie dort als anonyme niederrheinische Skulptur des späten 15. Jh., bis auch sie in der Vorbereitung dieser Ausstellung der Werkstatt Meister Arnts zugeordnet werden konnte. In der Eleganz der Haltung und den feinen Gesichtszügen dokumentiert sie den Qualitätsanspruch der Werkstatt. Während Arnt den männlichen Heiligen ausgeprägte Charakterköpfe verlieh, bevorzugte er bei den weiblichen Grazie und Anmut.

Abbildungsnachweis:

weibl. Heilige
Inv. Nr. A 70

Foto: © Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken

Hl. Paulus

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, Fassung entfernt

Utrecht, Museum Catharijneconvent

Katalog WV 59

Abbildungsnachweis:

Paulus (Inv. Nr. ABM bh493)

Museum Catharijneconvent, Utrecht, Foto: Ruben de Heer

Hl. Dominikus und hl. Vinzenz Ferrer

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1480

Eichenholz, Fassung entfernt
Brüssel, Musée Art & Histoire
Katalog WV 64b/c

Die Statuen verleihen zwei herausragenden Persönlichkeiten des Predigerordens individuellen Ausdruck und unmittelbare Präsenz. Sie stammen wahrscheinlich gemeinsam mit zwei weiteren dominikanischen Ordensheiligen, Thomas von Aquin und Albertus Magnus, aus einem Altarretabel der 1480 geweihten Kirche des Dominikanerkonvents in Kalkar, der 1802 durch die französische Verwaltung aufgelöst wurde.

Abbildungsnachweis:

Hl. Dominikus,
Inv. 2335

©MRAH, Bruxelles

Trauernder hl. Johannes Evangelist

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, Farbfassung wohl frühes 20. Jh.

Kranenburg-Mehr, St. Martinus

Katalog WV 22

Abbildungsnachweis:

Trauernder Johannes

Foto: Stephan Kube, Greven

Hl. Apostel Johannes und Thomas

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1485

Eichenholz, neuere Bemalung
Kleve-Warbeyen, Hochaltar der Kirche St. Hermes
Katalog WV 57

Die Statuetten der beiden Apostel sind Teil eines Zyklus aller zwölf Apostel, die heute im neugotischen Hochaltarretabel der St. Hermeskirche in Warbeyen aufgestellt sind. Ob sie auch ursprünglich für diesen Ort geschaffen wurden oder erst nach der Auflösung vieler Kirchen 1802, der Säkularisation in Folge der französischen Besatzung des Rheinlandes, dorthin gelangten, weiß man nicht.

Abbildungsnachweis:

Zwei Apostelfiguren Hochaltar (Johannes?)

Foto: Stephan Kube, Greven

Früheste schriftliche Quelle zu Arnt Beeldesnider von 1460

Papier

Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland
LAV NRW R AA 0058 Kleve-Mark Akten Nr. 375, Bl. 11 und 12

Außer Katalog

Anweisung des Herzogs von Kleve an den Schlüter von Kalkar zur Auszahlung des Honorars von 4 Rheinischen Gulden und 1 Oirt an den Meister, der den Wappenschild für seinen Hof in Brüssel geschnitzt hat (Bl. 12)
Eigenhändige Quittung von Arnt Beeldesnider über den Empfang des Geldes (Bl. 11), 1460

Abbildungsnachweis:

Archivquelle

Foto: Landesarchiv NRW - Abt. Rheinland

Ganz schön viel Gewusel!

Arnts Gehilfe berichtet über den Georgsaltar seines Meisters

Dauer: ca. 9 Minuten
Skript: Christina Clever-Kümper
Kamera und Schnitt: Alexander Foxius
Sprecher: Tobias Fricke
In Kooperation mit DOMRADIO.DE

[Beschriftung für Kinder:]

Kommt mit ins Mittelalter! Gemeinsam mit Arnts Gehilfen Jan entdeckt ihr den Altar seines Meisters. Erfahrt alles über den stolzen Ritter Georg, den gefährlichen Drachen und die Prinzessin, die es zu retten gilt.

[Ergänzung für die Erwachsenen:]

Eine der wenigen Schriftquellen, in denen Meister Arnt in Kalkar auftaucht, betrifft gar nicht ihn, sondern seinen Gehilfen. 1480 wird er in einer Armenrechnung von St. Nicolai als „Arnt beeldesnyders jong“ aufgeführt und erhält eine Tuchspende. Seinen Namen kennen wir nicht und auch sonst ist nichts weiter über ihn bekannt. Für unsere Ausstellung haben wir ihn als Experten für den Altar seines Meisters eingespannt.


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Georgsretabel

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1483–1487

Eichenholz, originale Farbfassung, mit Ergänzungen von Ferdinand Langenberg 1895

Restauriert 2019 mit Unterstützung der Rudolf-August Oetker-Stiftung, Ernst von Siemens Kunststiftung und des Freundeskreises Museum Schnütgen

Kalkar, St. Nicolai

Katalog WV 2

Abbildungsnachweis:

Georgsaltar, geöffnet, mit Flügeln

Foto: Stephan Kube, Greven

Drachenkampf des hl. Georg

Meister IAM von Zwolle, um 1470-1480

Kupferstich

Amsterdam, Rijksmuseum

Erworben mit Unterstützung des F.G. Waller-Fonds

Katalog VK 3

Abbildungsnachweis:

Master IAM van Zwolle, Hl. Georg mit dem Drachen, 1470-1480

(Inv. RP-P-1962-125)
(engl.: St. George slaying the dragon)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Hl. Ritter

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, Fassung entfernt, Spuren ursprünglicher Verzierungen

Köln, Museum Schnütgen

Ehem. Sammlung Ferdinand Langenberg, erworben 2016 aus Privatbesitz

Katalog WV 92

Abbildungsnachweis:

Hl. Ritter
Inv. A 1105

Foto: ©Rheinisches Bildarchiv Köln / Patrick Schwarz

Johannes der Evangelist

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, Fassung entfernt
Privatsammlung
Katalog WV 69

Johannes der Evangelist ist hier mit einem vergifteten Kelch dargestellt, der ihm der Legende nach gereicht wurde. Mit einem Segensgestus vertrieb er das Gift in Gestalt einer Schlange. Dieses aus zahlreichen Darstellungen des hl. Johannes bekannte Motiv wurde in die Legende der Martern des hl. Georg übernommen und auch von Meister Arnt in die Darstellung der entsprechenden Szene am Kalkarer Georgsretabel übertragen.

Abbildungsnachweis:

Foto: Heiko Bertram, Oegstgeest

Maltafeln II und III

Werkstatt Ferdinand Langenberg, um 1895

Eichenholz, verschiedene Fasstechniken
Goch, Museum Goch, Ferdinand Langenberg-Archiv
Katalog VK 15, VK 16

Die Tafeln sind Übungsstücke zur farbigen Gestaltung geschnitzter Skulpturen. Die in verschiedenen Techniken ausgeführten Ornamentproben für die Darstellung von Gewändern folgen dabei mittelalterlichen Vorbildern, insbesondere dem Kalkarer Georgsretabel. Auf der größeren Maltafel III sind die Muster zudem mit der Bezeichnung der verwendeten Farbmaterialien versehen. Über Hängevorrichtungen konnten die Arbeitsproben in den Werkstatträumen angebracht und als Vorlagen genutzt werden.

Abbildungsnachweis:

Werkstatt Ferdinand Langenberg, Vorlagetafeln mit Ornamentmotiven aus dem Georgsaltar

Foto: LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Michael Thuns

Altarmodell für den Hochaltar St. Martinus in Venlo

Ferdinand Langenberg, um 1900

Eichenholz, Buchenholz (Sockel, Ranken, Schleierbrett), farbig gefasst, vergoldet

Köln, Museum Schnütgen

Schenkung aus Privatbesitz 2020

Katalog VK 17

Abbildungsnachweis:

Ferdinand Langenberg, Altarmodell, Retabel in Venlo

Foto: © Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken

Geburt Christi

Ferdinand Langenberg, 1896-1897/98

Relief von der Predella des ehem. Hochaltars des Collegiums Augustinianum Gaesdonck

Eichenholz, farbig gefasst

Goch, Collegium Augustinianum Gaesdonck

Katalog VK 12

Abbildungsnachweis:

Ferdinand Langenberg, Geburt Christi / Relief vom ehem. Hochaltar des Collegium Augustinianum in Gaesdonck

Foto: Stephan Kube, Greven

Christus am Ölberg

Ferdinand Langenberg, 1896-1897/98

Relief vom ehem. Hochaltar des Collegiums Augustinianum Gaesdonck
Eichenholz, farbig gefasst
Goch, Collegium Augustinianum Gaesdonck
Katalog VK 13

Das bischöfliche Internat wurde Mitte des 19. Jh. auf dem Gelände des aufgehobenen Augustiner-Chorherren-Stifts gegründet. Während des sog. Kulturkampfes zwischen dem preußischen Staat und der katholischen Kirche blieb die Schule für zwanzig Jahre geschlossen und wurde erst 1893 durch den Bischof von Münster und ehemaligen Schüler, Hermann Dingelstad, wiedereröffnet. Von ihm erhielt Ferdinand Langenberg 1896 den Auftrag für den Hochaltar der dortigen Kirche mit Darstellungen der Passion Christi. Beispielhaft zeigt die Ölbergszene, dass sich Langenberg bei der Gestaltung am Georgsretabel von Meister Arnt orientierte. Auch hier sind die Figuren nischenartig in eine Felslandschaft eingebettet und Judas mit einem vierbeinigen Dämon an der Leine erscheint als Anspielung auf die Szene im Georgsaltar, in der die Prinzessin den gezähmten Drachen an der Leine führt.

Abbildungsnachweis:

Ferdinand Langenberg, Ölbergszene / Relief vom ehem. Hochaltar des Collegium Augustinianum in Gaesdonck

Foto: Stephan Kube, Greven

Kreuztragung Christi

Ferdinand Langenberg, 1896-1897/98

Relief vom ehem. Hochaltar des Collegiums Augustinianum Gaesdonck

Eichenholz, farbig gefasst

Goch, Collegium Augustinianum Gaesdonck

Katalog VK 14

Abbildungsnachweis:

Ferdinand Langenberg, Kreuztragung / Relief vom ehem. Hochaltar des Collegium Augustinianum in Gaesdonck

Foto: Stephan Kube, Greven

Hl. Oda

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, teilweise alte Fassung

Venray, Sint-Petrus’ Bandenkerk

Katalog WV 123

Abbildungsnachweis:

Hl. Oda

Hans Werther/Pictures Publishers, Dussen

Hl. Jakobus d. Ä.

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, alte Fassung auf Leinen, wohl um 1833 übermalt

Venray, Sint-Petrus’ Bandenkerk

Katalog WV 75

Abbildungsnachweis:

Hl. Severus

Hans Werther/Pictures Publishers, Dussen

St. Severus

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, 1950 neu gefasst

Venray, Sint-Petrus’ Bandenkerk

Katalog WV 79

Abbildungsnachweis:

Hl. Severus

Hans Werther/Pictures Publishers, Dussen

Hl. Antonius

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, neugotische Fassung des 19. Jh.

Venray, Sint-Petrus’ Bandenkerk

Katalog WV 78

Abbildungsnachweis:

Hl. Antonius

Hans Werther/Pictures Publishers, Dussen

Hl. Luzia

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, 1478

Eichenholz, Originalfassung

Venray, Sint-Petrus’ Bandenkerk (St. Petrus’ Ketten)

Katalog WV 121

Abbildungsnachweis:

Hl. Lucia

Hans Werther/Pictures Publishers, Dussen

Hl. Sebastian

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1480–1485

Eichenholz, Fassung entfernt
Ursprünglich aus Venray, Sint-Petrus’ Bandenkerk
Gent, Museum voor Schone Kunsten
Katalog WV 74

Die Figur des an einen Baumstamm gefesselten und mit Pfeilen durchbohrten hl. Sebastian gelangte durch Verkauf aus der Kirche in Venray in den Besitz des Museums in Gent. Durch ihre körperliche Präsenz hebt sich diese außergewöhnliche Skulptur deutlich von den übrigen Venrayer Heiligenfiguren ab. Sie ist mit der ebenfalls nur mit einem Lendentuch bekleideten Aktfigur des Schmerzensmannes aus Oostrum (Gemeinde Venray) in dieser Ausstellung vergleichbar. Wie diese verbindet sie die Zeichen der körperlichen Marter mit einer eleganten Haltung und idealisierten Statur.

Abbildungsnachweis:

Heiliger Sebastian // Saint Sebastian

Museum of Fine Arts Ghent, www.lukasweb.be – Art in Flanders, photo Dominique Provost

Christus als Schmerzensmann mit den Leidenswerkzeugen

Israhel van Meckenem

Kupferstich
Amsterdam, Rijksmuseum
Erworben mit Unterstützung des F.G. Waller-Fonds
Katalog VK 7

Die ringsum beschnittene Darstellung bildete ursprünglich das Zentrum einer O-Initiale. Christus mit den Wundmalen der Kreuzigung und Dornenkrone steht auf einer Weltkugel. Er umfasst das Kreuz und hält die Leidenswerkzeuge seiner Passion zeichenhaft auf einem Wappenschild zusammengefasst. Das „ecce homo“ auf dem Schriftband bezeichnet („Siehe, der Mensch“, Joh 19,5) eigentlich den gepeinigten und verspotteten Jesus als Mensch vor der Kreuzigung. Doch hier wird er als Erlöser gezeigt, der im doppelten Sinne des Wortes „arma“ die Waffen und den Wappenschild seines Triumphes präsentiert.

Abbildungsnachweis:

Israel van Meckenem, Christus mit den Passionswerkzeugen

(Inv. RP-P-1956-410)
(engl.: Man of Sorrows with Arma Christi)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Kruzifixus

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, Fassung entfernt

Nijmegen, Museum Het Valkhof

Katalog WV 15

Abbildungsnachweis:

Kruzifixus

Museum Het Valkhof, Nijmegen

Zwei Engel mit dem Schweißtuch der Veronika

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, neuere Farbfassung über älteren Schichten
Oostrum, St. Mariä Geburt
Katalog WV 11

Die hl. Veronika reichte der Legende zufolge Christus auf dem Weg nach Golgatha ein Schweißtuch, auf dem sich sein Antlitz als wahres Abbild einprägte. Das Relief zweier schwebender Engel, die mit trauernder Gebärde das Schweißtuch Christi tragen, hat sich zusammen mit der Figur des Schmerzensmannes in der Oostrumer Pfarrkirche erhalten. Anzunehmen ist, dass beide Darstellungen ursprünglich aus einem gemeinsamen Kontext stammen.

Abbildungsnachweis:

Relief zweier Engel mit dem Schweißtuch

Foto: © Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken

Schmerzensmann (Christus als Auferstandener)

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, mehrere Fassungsschichten
Oostrum, St. Mariä Geburt
Katalog WV 11

Die ausdrucksstarke, vollplastische Figur des auferstandenen Christus ist von dem Spannungsverhältnis zwischen dem athletischen und muskulösen Körper, der eleganten Schreithaltung und den eindringlich vorgeführten Wunden geprägt. Die mit einer jüngeren Farbfassung übermalte Skulptur hat sich zusammen mit dem Relief zweier Engel mit dem Schweißtuch in der Oostrumer Pfarrkirche erhalten. Ob die raumgreifende Figur des Schmerzensmannes ursprünglich in einem Altarschrein oder frei im Kirchenraum aufgestellt war, ist nicht mehr bekannt.

Abbildungsnachweis:

Schmerzensmann

Foto: © Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken

Christus im Grab

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, 1487/88

Eichenholz, neuere Fassung über älteren Schichten
Kalkar, St. Nicolai
Katalog WV 13

Die trotz ihrer Totenstarre dramatische Darstellung des Christus im Grab gehört neben einem nicht mehr erhaltenen Wappen in Brüssel und der Fußwaschung aus dem Hochaltar der St. Nicolaikirche zu den wenigen Werken, die archivalisch für Meister Arnt belegt sind. Den Auftrag für die 1487/88 fertiggestellte Figur erhielt Meister Arnt, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits in Zwolle niedergelassen hatte, von der Kalkarer Liebfrauenbruderschaft. Ausgehend von dieser Skulptur konnten Meister Arnt weitere Werke zugeschrieben werden.

Abbildungsnachweis:

Christus im Grabe

Foto: / © Stephan Kube, Greven

Himmelfahrtschristus

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, 1476

Eichenholz, ältere Fassungen (Inkarnat teilweise mit erster und zweiter Fassung)
Kleve, Museum Kurhaus Kleve – Ewald Mataré-Sammlung, Dauerleihgabe der Kunststiftung NRW
Katalog WV 10

Die Figur Christi ist nicht aus massivem Holz geschnitzt, sondern aus dünnen, verleimten und verdübelten Brettern konstruiert. Durch diese einzigartige technische Lösung konnte das Gewicht der Skulptur, die am Himmelfahrtstag an Seilen durch ein „Himmelsloch“ im Gewölbe des Kirchengebäudes emporgezogen wurde, weitestgehend reduziert werden. Möglicherweise war der Himmelfahrtschristus ursprünglich für St. Viktor in Xanten bestimmt, da aus den Rechnungen der Kirche für das Jahr 1476 die Bezahlung einer in Kalkar angefertigten Figur des Erlösers hervorgeht, was man auf diese Skulptur bezogen hat.

Abbildungsnachweis:

Himmelfahrtschristus

Foto: Stephan Kube, Greven

Christus als thronender Salvator (Erlöser der Welt)

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1480

Bronze, gegossen, Reste von Vergoldung
Amsterdam, Rijksmuseum
Katalog WV 12

Die Herkunft der vergoldeten Bronzearbeit, die den Christusbildern vom Meister Arnt stilistisch gleicht, ist unbekannt. Wie die Silbermadonna aus Emmerich dokumentiert sie, dass Meister Arnt nicht nur in Holz und Stein gearbeitet hat, sondern auch Modelle für die Metallkunst schuf. Die Reste einer Befestigungsvorrichtung an der Rückseite weisen darauf hin, dass der Salvator auf einem Untergrund montiert war. Dabei könnte es sich um ein Reliquiar oder ein anderes Element der Kirchenausstattung wie z. B. ein Lesepult oder ein Taufbecken gehandelt haben.

Abbildungsnachweis:

Christus Salvator, um 1480
(Inv. Nr. BK-NM-11232)
(Bronzeguss, teils vergoldet)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Zwei Engel mit den Arma Christi

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, 1477

Eichenholz, neugotische Fassung und Flügel vor 1892
Xanten, St. Viktor
Katalog WV 25

Die beiden im Xantener Dom aufbewahrten Engel können mit einer Rechnung aus dem Jahr 1477 in Verbindung gebracht werden, die den Erwerb zweier hölzerner, zum Schmuck des Hochaltars bestimmter Engel belegt. Der Name Arnt taucht in dieser Quelle zwar nicht auf, sie verrät jedoch, dass die Figuren in Kalkar erworben wurden.

Abbildungsnachweis:

Engel mit Passionswerkzeugen

Foto: Stephan Kube, Greven

Engel mit Geißelsäule und Wappenschild mit den Leidenswerkzeugen Christi

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1485–1490

Eichenholz, Fassung entfernt

Privatsammlung

Katalog WV 26

Abbildungsnachweis:

Engel mit Geißelsäule und Wappen mit den Arma Christi

Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken
[Foto: RBA/M. Mennicken]

Engel mit Wappenhelm und Dornenkrone Christi

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, um 1485–1490

Eichenholz, Spuren alter Fassung

Amsterdam, Rijksmuseum

Katalog WV 27

Abbildungsnachweis:

Meister Arnt von Kalkar und Zwolle, Engel mit den Arma Christi, um 1480
(Inv. Nr. BK-16383)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Engel mit Geißelsäule

Werkstatt des Arnt Beeldesnider

Eichenholz, Fassung entfernt

Privatsammlung

Katalog WV 30

Abbildungsnachweis:

Engel mit Geißelsäule

Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken
[Foto: RBA/M. Mennicken]

Fußwaschung Petri

Werkstatt des Arnt Beeldesnider, 1491

Relief aus der Predella des Hochaltars

Eichenholz, ungefasst

Kalkar, St. Nicolai

Katalog WV 3a

Abbildungsnachweis:

Fußwaschung,
Relief aus der Predella des Hochaltars

Foto: Stephan Kube, Greven

Einzug Christi in Jerusalem und Letztes Abendmahl

Jan van Halderen, 1498

Reliefs aus der Predella des Hochaltars

Eichenholz, ungefasst

Kalkar, St. Nicolai

Katalog VK 9, 10

Abbildungsnachweis:

Einzug Christi in Jerusalem
Relief aus der Predella des Hochaltars

Foto: Stephan Kube, Greven

Johannes der Evangelist

Ludwig Jupan von Marburg, um 1500

Eichenholz, Reste alter Fassung
Köln, Museum Schnütgen
Erworben 1994 mit Unterstützung von Egon Kaufmann, Ursula Neef, Konrad Adenauer und Axel Rodert
Katalog VK 11

An der Statuette lassen sich exemplarisch die Stilunterschiede zwischen Arnt Beeldesnider und Meister Loedewich erkennen. Dessen Figuren zeichnen sich im Vergleich zu Meister Arnt durch eine gewisse Trockenheit des Ausdrucks aus, überzeugen aber durch die prägnante Stilisierung der Formen. Der barfüßige Apostel trägt eine gegürtete Tunika, deren Falten röhrenförmig herabfallen und einen schwungvoll über beiden Schultern aufgebauschten Mantel. Das volle Haar mit Korkenzieherlocken setzt einen ebenso klaren plastischen Akzent wie die Gewandmotive.

Abbildungsnachweis:

Ludwig Jupan, Johannes

Foto: [od.] © Rheinisches Bildarchiv Köln

Ein Blick in die Nicolaikirche in Kalkar

Hochauflösende HDR-Panoramafotografie: Julius Fröbus GmbH, Köln

Dauer: ca. 3 Minuten


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Holy Bishop

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, original polychromy
Kalkar, St. Nicolai

Almost portrait-like in its vitality, the head of a saintly bishop demonstrates how skilfully Master Arnt was able to add characteristic features to his renderings of holy men. This bust was originally part of a complete figure. Alterations were first made in the 19th century, at which time a Neo-Gothic polychrome layer was applied to some areas. This new layer was removed again in 1957. However, the headdress of the bishop, a mitre shimmering in metallic red, was never overpainted. It still bears the original lustre painting, which was achieved by adding a transparent glaze over an underlayer of reflective metal foil. Three-dimensional ornamental nails and delicate punch work add to the sophistication of the colourful sculpture.

Credits:

Bischofsbüste (Fragment einer Bischofsfigur)

Foto: Stephan Kube, Greven

Choir stalls

Workshop of Arnt Beeldesnider, 1474

Oak

Cleves, Catholic Parish Church
St. Mary Immaculate, former Friars Minor Conventual church

Credits:

Foto: Stephan Kube, Greven

Adoration of the Magi

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1480–1490

Oak with additions in a softer hardwood, visible polychromy from the 19th cent. over traces of earlier layers
Cologne, Museum Schnütgen

The large-scale relief was acquired in 1993 with the support of the Kulturstiftung der Länder, the Kunststiftung NRW and the Friends of Museum Schnütgen; additional fragments were acquired in 2019. Restored with the support of the Rudolf-August Oetker-Stiftung and the Ernst von Siemens Kunststiftung as well as the Friends of Museum Schnütgen.

Credits:

Relief mit der Anbetung der Könige, Inv. Nr. A 1082

Foto: © Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken
 

Reunited – The Relief of the Adoration of the Magi at the Museum Schnütgen

Alternating German and English versions

Length of each film: c. 6 minutes

Script: Manuela Beer, Volker Hille, Andrea Hünteler

Images: Rheinisches Bildarchiv, Cologne / Marion Mennicken; Museum Schnütgen; Julius Fröbus GmbH, Cologne

Editing and animation: Julius Fröbus GmbH, Cologne


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Retable of the Passion with the Lamentation of Christ

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1483

Oak, original polychromy

Paris, Musée de Cluny – Musée national du Moyen Âge

Credits:

Hausaltärchen mit der Beweinung Christi

bpk/RMN – Grand Palais/Michel Urtado

The Lamentation of Christ

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1483

Oak, uncovered areas of the original polychromy

Amsterdam, Rijksmuseum

Purchased with the support of the Stichting tot Bevordering van de Belangen van het Rijksmuseum

Credits:

Meister Arnt von Kalkar und Zwolle, Beweinung Christi mit kniendem Stifter, um 1480
(Beweinungsgruppe aus Boukoul, , Inv. Nr. BK-1956-31)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

The Entombment of Christ

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1485

Oak, traces of a polychromy

Isselburg-Anholt, Wasserburg Anholt, collection of the Princes of Salm-Salm

Credits:

Grablegungsgruppe

Foto: Stephan Kube, Greven

The Lamentation of Christ

Israhel van Meckenem, c. 1480

Engraving
Amsterdam, Rijksmuseum

The facial expressions and distinct gestures of the figures crafted by Master Arnt convey their sorrow over Christ’s death. Master Arnt also used graphic works as models for his renderings. This is exemplified by prints of the Lamentation of Christ that were made by two copperplate engravers with whom he was personally acquainted. Consistencies in composition and artistic details such as the figure of Christ quickly become evident when comparing the engraving by Israhel van Meckenem with the corresponding scene from the retable of the Passion from the Musée de Cluny. The dramatic effect of the gestures made by the figures in the engraving by Master IAM also allow parallels to be drawn, but in a different way.

Credits:

Israel van Meckenem, Die Beweinung Christi

(Inv. Rpp-P-OB-1110)
(engl.: The Lamentation of Christ)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

The Lamentation of Christ

Master IAM of Zwolle, c. 1475

Engraving

Amsterdam, Rijksmuseum

Purchased with the support of the F.G. Waller-Fonds and the Rijksmuseum-Stichting

Credits:

Master IAM van Zwolle, Die Beweinung Christi, um 1475

(Inv. RP-P-1980-112  )
(engl.: The Lamentation of Christ)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Christ in the Garden of Gethsemane

Master IAM of Zwolle, c. 1480–1490

Engraving
Amsterdam, Rijksmuseum
Purchased with the support of the F.G. Waller-Fonds and the Rijksmuseum-Stichting

The print depicts several events of the night preceding the crucifixion of Jesus simultaneously: Christ in anguished prayer, the awakening of the sleeping disciples and his imminent arrest by the group of soldiers led by Judas. The figures, depicted using strong light-dark contrasts, are imbued with a three-dimensionality that make them appear as if they were carved in relief. Just like the shrine of an altarpiece, the engraving is framed by filigree architecture with small statues on columns and open-work tracery.

Credits:

Master IAM van Zwolle, Christus am Ölberg, um 1480-1490

( Inv. RP-P-1980-111)
(engl.: Christ in the Garden of Gethsemane)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Kings from a Tree of Jesse

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1480–1485

Oak, polychromy
Antwerp, Museum Mayer van den Bergh
Amsterdam, Rijksmuseum

Only one of the royal figures that today belong to museum collections in Antwerp and Amsterdam can be identified by name: the figure holding the harp depicts King David, the singer of the Psalms. All of the figures are ancestors of Jesus and were arranged along a carved vine. Historical photographs show very similar kings, quite probably from the same ensemble, in a more recent composition on a reliquary chest in Cleves. They may have been crafted for the altar of the collegiate church for use as a frame for a relief, the predella, or for a sculpture of the Virgin Mary suspended from the vault and illuminated by candles.

Credits:

Meister Arnt von Kalkar und Zwolle, König, Fragment von einer Wurzel Jesse, um 1480-1485
(Königsbüste aus einer Wurzel Jesse, Inv. Nr. BK-NM-11395-C)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Tree of Jesse

Israhel van Meckenem, before 1492

Engraving
Amsterdam, Rijksmuseum

The Tree of Jesse represents the family tree of Christ. As seen by Isaiah in a vision (Isa. 11:1–10), the tree rises from the sleeping figure of the patriarch Jesse, the father of David. Other kings of the Old Testament are depicted in the curves of the branch (Latin virga) as the ancestors of Christ. The tree culminates in the Virgin Mary (virgo), who is also interpreted as the flower (flos) of the vine. The virtuoso, three-dimensional play of the foliage before the dark background can be likened to a competition between the artistic genres: Who has created a better rendering of the subject, the engravers or the sculptors?

Credits:

Israhel van Meckenem, Wurzel Jesse

(Inv. Nr. RP-P-OB-1142)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

St. Bernard of Clairvaux kneels before the Virgin Mary (Lactatio)

Master IAM of Zwolle, c. 1470–1485

Engraving
Amsterdam, Rijksmuseum

In this piece, Bernard of Clairvaux (1090–1153) is depicted being fed with milk from a sculpture of the Virgin Mary that has come to life. The miracle experienced by the famous saint and abbot of the Cistercian order transpires in a side chapel and is transposed into the 15th century by the detailed rendering of the church interior and the small secondary scenes. The print was trimmed on the right side, leaving only the left column of what were originally two flanking columns. The column is similar in form and décor to the two carved columns on Master Arnt’s retable of St. George.

Credits:

Master IAM van Zwolle, Der hl. Bernhard kniend vor Maria mit dem Kind, 1470-1485

( Inv. RP-P-OB-1093)
(engl.: St. Bernard of Clairvaux kneels before the Virgin Mary)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

The Beheading of John the Baptist

Israhel van Meckenem, c. 1480

Engraving
Amsterdam, Rijksmuseum

The beheading of St. John and the following scene, in which Salome presents the head to her mother on a platter, are depicted here in a continuous narrative. With great attention to detail, the feast and the individual figures are vibrantly typified with characteristic elements. The many different styles of headdress and the differentiated surface textures are very similar to those found in the reliefs carved by Master Arnt. Specifically, the sickle-shaped pattern on the clothing of the woodwind player can also be found in the works of Master Arnt and is used to add texture to the stone surfaces, for example in the relief with the Adoration of the Magi and the altarpiece of St. George.

Credits:

Israel van Meckenem, Die Enthauptung Johannes des Täufers

( Inv. RP-P-OB-1100)
(engl.: The Beheading of John the Baptist)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Pietà

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, polychromy renewed before 1892

Bedburg-Hau, St. Markus

Credits:

Vesperbild

Foto: Stephan Kube, Greven

St. Anne with the Virgin and Child

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, traces of old polychromy

Private collection

St. Anne with the Virgin and Child

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, polychromy removed

Goch, Frauenhaus

Credits:

Anna Selbdritt

Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken
[Foto: RBA/M. Mennicken]

Coronation of the Virgin

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1473

Oak, remains of old, post-medieval polychromy
Hamminkeln-Marienthal, Monastery and Parish Church of St. Mariä Himmelfahrt

Composed of two blocks, this piece consists of a pair of figures enthroned on a bench and depicts the Virgin Mary being crowned by God the Father. The radiant polychromy, which has survived largely intact, was probably added in the late 18th century, as was the inscription “DetIneas patrIs IratI pIa vIrgo fLageLLa a VeterI et nostra et VaLLe MarIa tVa” (Oh pious Virgin, may you keep the fatherly wrath away from Marienthal), which can be found along the front edge of the piece at the feet of the Virgin Mary. The highlighted capital letters form what is known as a chronogram: by reading them as Roman numerals, they spell out the year 1778.

Credits:

Marienkrönung aus Marienthal bei Wesel

Foto: Stephan Kube, Greven

Golden Madonna

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1475

Oak, original polychromy
Kalkar, St. Nicolai

The delicate figure of the Virgin and Child from the church of St. Nicolai in Kalkar was sculpted in the round. Its precious original polychromy has survived intact. Various decorative techniques were applied to embellish the gleaming gold paint that covers most of the statue. Some examples are the punch work and the pressed patterns that were applied with cog wheels to the hems of the Virgin Mary’s robes.

Credits:

Muttergottes mit Kind

Foto: Stephan Kube, Greven

Virgin Mary in an Abundant Cloak

Adriaen van Wesel, c. 1470–1480

Oak, traces of original polychromy and gilding
Cologne, Museum Schnütgen
Not in the catalogue, Museum Schnütgen – A Survey of the Collection, no. 186

Master Arnt’s Golden Madonna, who presents the Christ Child to the viewer with solemn detachment and grace, is exhibited next to the work of Utrecht’s leading sculptor at the time. The Virgin Mary in an Abundant Cloak is marked by the affectionate togetherness of mother and child; their emotions are conveyed by a wealth of carefully crafted details. Both figures are renderings of the same theological subject: the heavenly Virgin, transfigured by her golden garments – and, in the case of the figure from Kalkar, originally a crown – holds the naked Child, the embodiment of the incarnation of God.

Credits:

Muttergottes in der Mantelfülle, Uatrecht, Adriaen van Wesel, um 1470-1480,
Inv. Nr. A 783

Foto:  © Rheinisches Bildarchiv Köln / Patrick Schwarz 

Reliquary statuette of the Virgin Mary

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1475–1480

Silver, repoussé, partially gilded
Emmerich, St. Martini, Treasury

The filigree silver statuette was intended for the storage of precious relics. It demonstrates that Master Arnt’s designs were also used by goldsmiths in their work. In structure and composition, parallels can be drawn to Master Arnt’s Golden Madonna from the church of St. Nicolai in Kalkar. Accents are placed by the gilded hems and trimmings decorating the dress and cloak of the silver figure as well as the golden hair of the Mother and Child. Its pedestal bears the coat of arms of the patron who commissioned and donated the figure, Count Moritz of Spiegelberg, provost of St. Martini from 1444–1483.

Credits:

Reliquienstatue der Muttergottes         (Silberschmiedearbeit, teils vergoldet)

Foto: Stephan Kube, Greven

The Virgin and Child

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1480

Oak, polychromy c. 1900
Cologne-Longerich, St. Dionysius

In spite of its monumental size, the garment of this statue of the Virgin Mary is similar in composition to that of the small-scale Golden Madonna from Kalkar, which shows that Master Arnt’s workshop was able to realise similar designs in different scales. This statue of the Virgin and Child was intended for display in a raised position and may originally have been one half of a two-sided figure of the Virgin suspended freely inside the church, facing both east and west and surrounded by an aureole. An example of this kind of two-sided sculpture is on exhibit in the permanent collection of the Museum Schnütgen in the church of St. Cecilia.

Credits:

Muttergottes mit Kind

Foto:© Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken

St. Lucy

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1470–1474

Oak, polychromy removed

Cleves, Museum Kurhaus Kleve – Ewald Mataré collection, on permanent loan from the Ernst von Siemens Kunststiftung

Credits:

Hl. Lucia

Foto: Stephan Kube, Greven

St. Lucy

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1470–1474

Oak, polychromy removed
Cologne, Museum Schnütgen
Former collection of Ferdinand Langenberg, acquired in 2016 from a private collection

St. Lucy of Syracuse was a martyr from the time of the persecution of Christians in Rome. She counts among the most highly revered saints in the Lower Rhine region – four statues of her are on display in this exhibition alone. According to legend, she was a charitable Christian who gave her dowry away to the poor, which led her bridegroom to take legal action against her. A judge condemned her to serve as a prostitute for one thousand men. However, she remained steadfast until finally, they thrust a sword through her neck. This did not stop her from loudly professing her faith in Christ until she received the Last Communion.

Credits:

Hl. Lucia
Inv. Nr. A 1104

Foto: ©Rheinisches Bildarchiv Köln / Patrick Schwarz

St. Mary Magdalene, reworked from a figure of St. Lucy

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1462–1470

Oak, polychromy removed
Xanten-Marienbaum, St. Mariä Himmelfahrt

This statue was originally a rendering of St. Lucy, as can be seen by the two sealed holes in the holy virgin’s neck. Her left hand is also a later addition, as is the vessel of ointment the figure holds in her hand, which is the attribute of St. Mary Magdalene. The graceful figure is evidence of the Church’s rather pragmatic approach to existing statuary and its practice of altering works as needed prior to the 19th century, which marked the beginning of a growing interest in historic preservation.

Credits:

Maria Magdalena (urspr. hl. Luzia)

Stephan Kube, Greven

St. Wilgefortis

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, polychromy removed

Cologne, Museum Schnütgen

Credits:

Hl. Wilgefortis
Inv. Nr. A 928

Foto: ©Rheinisches Bildarchiv Köln

Crucifix

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, polychromy removed

Hamminkeln-Dingden, St. Pankratius

Credits:

Kruzifix

Foto: Stephan Kube, Greven

Female Saint

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, polychromy removed
Cologne, Museum Schnütgen

This figure is an example of the wonderful discoveries that can occasionally be made in the depot as a museum carries out its work. It had slumbered there for decades as an anonymous late 15th-century Lower Rhenish sculpture, until it was attributed to the workshop of Master Arnt in the course of preparation for this exhibition. The elegance of her pose and her delicate facial features are evidence of the high standards aspired to by Arnt’s workshop. Whereas Master Arnt bestowed striking features on the male saints, he preferred to imbue females with gracefulness and charm.

Credits:

weibl. Heilige
Inv. Nr. A 70

Foto: © Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken

St. Paul

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, polychromy removed

Utrecht, Museum Catharijneconvent

Credits:

Paulus (Inv. Nr. ABM bh493)

Museum Catharijneconvent, Utrecht, Foto: Ruben de Heer

St. Dominic and St. Vincent Ferrer

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1480

Oak, polychromy removed
Brussels, Art & History Museum

These statues of two prominent figures of the Order of Preachers display individual characteristics and a strong presence. Together with two other saints of the Dominican order, Thomas Aquinas and Albertus Magnus, they were probably once part of a retable from the church of the Dominican monastery in Kalkar, which was consecrated in 1480. The monastery was dissolved by the French administration in 1802.

Credits:

Hl. Dominikus,
Inv. 2335

©MRAH, Bruxelles

The Mourning St. John the Evangelist

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, polychromy probably early 20th cent.

Kranenburg-Mehr, St. Martinus

Credits:

Trauernder Johannes

Foto: Stephan Kube, Greven

The apostles John and Thomas

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1485

Oak, more recent polychromy
Cleves-Warbeyen, high altar of the church of St. Hermes

The statuettes of the two apostles belong to a cycle of all twelve apostles, which are today housed in the Neo-Gothic retable of the high altar of the church of St. Hermes in Warbeyen. It is not known whether they were originally made for this location or were only moved there after a large number of churches were dissolved in 1802 following the French occupation of the Rhineland and secularisation.

Credits:

Zwei Apostelfiguren Hochaltar (Johannes?)

Foto: Stephan Kube, Greven

Earliest written source about Arnt Beeldesnider from 1460

Paper

Property of the State of North Rhine-Westphalia
State Archives of North Rhine-Westphalia, Rhineland department
LAV NRW R AA 0058 Cleves-Mark File No. 375, Leaves 11 and 12

Not in the catalogue

Order made out by the Duke of Cleves to the steward of Kalkar for the payment of a fee of four Rhenish guilders and 1 oirt to the master who carved the escutcheon for his court in Brussels (fol. 12)
Receipt of payment handwritten by Arnt Beeldesnider (fol. 11), 1460

Credits:

Archivquelle

Foto: Landesarchiv NRW - Abt. Rheinland

What hustle and bustle!

Master Arnt’s assistant talks about the altarpiece of St. George crafted by his master

Length: c. 9 minutes
Script: Christina Clever-Kümper
Camera and editing: Alexander Foxius
Speaker: Tobias Fricke
In cooperation with DOMRADIO.DE

Come join us in the Middle Ages! Let Master Arnt’s assistant Jan tell you about the altarpiece carved by his master. Learn all there is to know about the proud knight George, the dangerous dragon and the princess who needed rescuing.

One of the few written sources that mentions Master Arnt in Kalkar is not actually about him, but about his assistant. In 1480, he was listed in the alms records of the church of St. Nicolai as “Arnt beeldesnyders jong”; he had received a donation of cloth. His name is not mentioned, nor anything else about him. However, we have asked him to help us out in this exhibition by sharing his expert knowledge about the altarpiece crafted by his master.


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Altarpiece of St. George

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1483–1487

Oak, original polychromy, with additions by Ferdinand Langenberg from 1895

Restored in 2019 with the support of the Rudolf-August Oetker-Stiftung, Ernst von Siemens Kunststiftung and the Friends of Museum Schnütgen

Kalkar, St. Nicolai

Credits:

Georgsaltar, geöffnet, mit Flügeln

Foto: Stephan Kube, Greven

St. George slaying the dragon

Master IAM of Zwolle, c. 1470-1480

Engraving

Amsterdam, Rijksmuseum

Purchased with the support of the F.G. Waller-Fonds

Credits:

Master IAM van Zwolle, Hl. Georg mit dem Drachen, 1470-1480

(Inv. RP-P-1962-125)
(engl.: St. George slaying the dragon)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Holy Knight

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, polychromy removed, traces of original embellishments

Cologne, Museum Schnütgen

Former collection of Ferdinand Langenberg, acquired in 2016 from a private collection

Credits:

Hl. Ritter
Inv. A 1105

Foto: ©Rheinisches Bildarchiv Köln / Patrick Schwarz

St. John the Evangelist

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, polychromy removed
Private collection

This statue of St. John the Evangelist depicts him holding the poisoned chalice that had been handed to him. According to legend, he blessed the drink, casting out the poison in the shape of a snake. A well-known motif from numerous portrayals of St. John, it was also incorporated into the legend detailing the tortures suffered by St. George. The motif was adopted by Master Arnt for the rendering of the respective scene in the altarpiece of St. George in Kalkar.

Credits:

Foto: Heiko Bertram, Oegstgeest

Painting panels II and III

Workshop of Ferdinand Langenberg, c. 1895

Oak, various painting techniques
Goch, Museum Goch, Ferdinand Langenberg Archive

These panels were used to practice applying polychromy to carved sculptures. Carried out using various techniques, the ornamentation samples tested different kinds of renderings for garments. They were based on medieval models, in particular the altarpiece of St. George from Kalkar. The samples on the larger panel III were additionally labelled with the materials used. Hanging hardware affixed to the work samples indicate that they were hung in the workshop’s spaces for use as examples.

Credits:

Werkstatt Ferdinand Langenberg, Vorlagetafeln mit Ornamentmotiven aus dem Georgsaltar

Foto: LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Michael Thuns

Model for the altarpiece of the high altar of St. Martinus in Venlo

Ferdinand Langenberg, c. 1900

Oak, beechwood (pedestal, vines, tracery), polychromy, gilded

Cologne, Museum Schnütgen

Gift from a private collection 2020

Credits:

Ferdinand Langenberg, Altarmodell, Retabel in Venlo

Foto: © Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken

The Nativity

Ferdinand Langenberg, 1896–1897/98

Relief from the predella of the former altarpiece of the high altar of the Collegium Augustinianum Gaesdonck

Oak, polychromy

Goch, Collegium Augustinianum Gaesdonck

Credits:

Ferdinand Langenberg, Geburt Christi / Relief vom ehem. Hochaltar des Collegium Augustinianum in Gaesdonck

Foto: Stephan Kube, Greven

Christ in the Garden of Gethsemane

Ferdinand Langenberg, 1896–1897/98

Relief from the former altarpiece of the high altar of the Collegium Augustinianum Gaesdonck
Oak, polychromy
Goch, Collegium Augustinianum Gaesdonck

The episcopal boarding school was founded in the mid-19th century on the grounds of the dissolved Augustinian monastery. For twenty years, during what is known as the Kulturkampf, or “culture battle”, between the Prussian state and the Catholic Church, the school remained closed and was only re-opened in 1893 by the bishop of Münster and former pupil Hermann Dingelstad. He was also the patron who gave Ferdinand Langenberg the commission in 1896 for a high altar with renderings of the Passion of Christ for the church on the site. The scene depicting the Garden of Gethsemane shows that Langenberg was influenced by Master Arnt’s retable of St. George. The figures are also portrayed in a rocky landscape, tucked into niche-like areas. Judas is depicted holding a leash with a four-legged demon, which is an allusion to the scene in the St. George altarpiece of the princess leading the tamed dragon on a leash.

Credits:

Ferdinand Langenberg, Ölbergszene / Relief vom ehem. Hochaltar des Collegium Augustinianum in Gaesdonck

Foto: Stephan Kube, Greven

Christ Carrying the Cross

Ferdinand Langenberg, 1896–1897/98

Relief from the former altarpiece of the high altar of the Collegium Augustinianum Gaesdonck

Oak, polychromy

Goch, Collegium Augustinianum Gaesdonck

Credits:

Ferdinand Langenberg, Kreuztragung / Relief vom ehem. Hochaltar des Collegium Augustinianum in Gaesdonck

Foto: Stephan Kube, Greven

St. Oda

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, original polychromy partially preserved

Venray, Sint-Petrus’ Bandenkerk

Credits:

Hl. Oda

Hans Werther/Pictures Publishers, Dussen

St. James the Great

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, original polychromy on linen, probably overpainted c. 1833

Venray, Sint-Petrus’ Bandenkerk

Credits:

Hl. Severus

Hans Werther/Pictures Publishers, Dussen

St. Severus

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, repainted in 1950

Venray, Sint-Petrus’ Bandenkerk

Credits:

Hl. Severus

Hans Werther/Pictures Publishers, Dussen

St. Anthony

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, Neo-Gothic polychromy of the 19th cent.

Venray, Sint-Petrus’ Bandenkerk

Credits:

Hl. Antonius

Hans Werther/Pictures Publishers, Dussen

St. Lucy

Workshop of Arnt Beeldesnider, 1478

Oak, original polychromy

Venray, Sint-Petrus’ Bandenkerk (St. Peter in Chains)

Credits:

Hl. Lucia

Hans Werther/Pictures Publishers, Dussen

St. Sebastian

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1480–1485

Oak, polychromy removed
Originally from Venray, Sint-Petrus’ Bandenkerk
Ghent, Museum of Fine Arts

The figure of St. Sebastian, which portrays him pierced with arrows and tied to a tree trunk, was sold to the museum in Ghent by the church in Venray. Its physical presence sets this extraordinary sculpture clearly apart from the other statues of saints from Venray. It can be compared with the Man of Sorrows from Oostrum (district of Venray) that is also on display in this exhibition. Both figures are nearly nude and draped only in a loincloth. Like the Man of Sorrows, the figure of St. Sebastian combines the physical signs of his torture with an elegant pose and idealised stature.

Credits:

Heiliger Sebastian // Saint Sebastian

Museum of Fine Arts Ghent, www.lukasweb.be – Art in Flanders, photo Dominique Provost

Christ as Man of Sorrows with the Arma Christi

Israhel van Meckenem

Engraving
Amsterdam, Rijksmuseum
Purchased with the support of the F.G. Waller-Fonds

This rendering, which has been trimmed on all sides, originally formed the centre of an historiated initial O. Christ stands on a globe, marked by the stigmata of the Crucifixion and wearing the crown of thorns. He holds the cross and a coat of arms bearing symbols of the instruments of his Passion. On the banner, “ecce homo” (“Behold the man!” Jn. 19:5) refers to the torment and ridicule suffered by Jesus as a mortal before his Crucifixion. In this rendering, however, Christ is portrayed as the Redeemer presenting the “arma” in both meanings of the word: as weapons and as the coat of arms of his triumph.

Credits:

Israel van Meckenem, Christus mit den Passionswerkzeugen

(Inv. RP-P-1956-410)
(engl.: Man of Sorrows with Arma Christi)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Crucifix

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, polychromy removed

Nijmegen, Museum Het Valkhof

Credits:

Kruzifixus

Museum Het Valkhof, Nijmegen

Two angels with the veil of St. Veronica

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, more recent polychromy over earlier layers
Oostrum, St. Mariä Geburt

According to legend, St. Veronica offered her veil to Christ on the way to Golgotha. His face was then imprinted on it as the true image of Christ. Both the relief of two floating angels holding the veil used by Christ with a sorrowful mien and the statue of the Man of Sorrows are from the parish church in Oostrum. Presumably, both renderings were originally part of the same composition.

Credits:

Relief zweier Engel mit dem Schweißtuch

Foto: © Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken

Man of Sorrows (Christ resurrected)

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, several layers of polychromy
Oostrum, St. Mariä Geburt

The very expressive, freestanding figure of the resurrected Christ is characterised by the tension between the athletic and muscular body, the elegant striding posture and the emphatic presentation of the wounds. Both this sculpture, which was overpainted with polychromy in more recent times, and the relief of the two angels holding the veil are from the parish church of Oostrum. It is not known whether the expansive figure of the Man of Sorrows originally belonged to the shrine of a retable or stood freely inside the church.

Credits:

Schmerzensmann

Foto: © Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken

Entombed Christ

Workshop of Arnt Beeldesnider, 1487/88

Oak, more recent polychromy over earlier layers
Kalkar, St. Nicolai

Even though the figure is depicted in a state of rigor mortis, this piece is a dramatic rendering of Christ entombed. It is one of the few works that can be attributed to Master Arnt based on documentary evidence. Other works are an escutcheon from Brussels that has not survived and the scene of Christ washing the disciples’ feet from the altarpiece of the high altar of the church of St. Nicolai. Master Arnt, who was already living in Zwolle at the time, received the commission for the figure from the Confraternity of Our Lady in Kalkar and completed the piece in 1487/88. This sculpture has been used to attribute other works to Master Arnt.

Credits:

Christus im Grabe

Foto: / © Stephan Kube, Greven

Ascending Christ

Workshop of Arnt Beeldesnider, 1476

Oak, earlier layers of polychromy (flesh tones in part in the first or second layer)
Cleves, Museum Kurhaus Kleve – Ewald Mataré collection, on permanent loan from the Kunststiftung NRW

This figure of Christ was not carved from solid wood but constructed of thin boards that were glued and dowelled together. This unique technical solution reduced the weight of the sculpture as much as possible; on the feast of the Ascension, ropes were used to draw the statue through a “hole to heaven” in the vault of the church. The sculpture of Christ ascending into Heaven may have originally been intended for the church of St. Viktor in Xanten, as a record from the church documents payment in 1476 for a figure of the Redeemer crafted in Kalkar. This sculpture is assumed to be the work referred to in this account.

Credits:

Himmelfahrtschristus

Foto: Stephan Kube, Greven

Christus Salvator

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1480

Bronze, cast, traces of gilding
Amsterdam, Rijksmuseum

The provenance of this gilded bronze sculpture is unknown. In style, it is similar to the images of Christ crafted by Master Arnt. Like the silver Virgin from Emmerich, it shows that Master Arnt not only worked with wood and stone, but also developed models for metalworking. Fragments of a device on its back side indicate that the Salvator was once mounted on a surface. This may have been a reliquary or other church furnishings such as a lectern or baptismal font.

Credits:

Christus Salvator, um 1480
(Inv. Nr. BK-NM-11232)
(Bronzeguss, teils vergoldet)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Two angels with the Arma Christi

Workshop of Arnt Beeldesnider, 1477

Oak, Neo-Gothic polychromy and wings before 1892
Xanten, St. Viktor

The two angels, which come from St. Viktor in Xanten, have been linked to an account dating back to the year 1477. It notes that two wooden angels were purchased as decorative elements for the high altar. Although the name Arnt does not appear in this source, it documents that the figures were acquired in Kalkar.

Credits:

Engel mit Passionswerkzeugen

Foto: Stephan Kube, Greven

Angel with the column of Flagellation and coat of arms with the Arma Christi

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1485–1490

Oak, polychromy removed

Private collection

Credits:

Engel mit Geißelsäule und Wappen mit den Arma Christi

Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken
[Foto: RBA/M. Mennicken]

Angel with helmet and the crown of thorns of Christ

Workshop of Arnt Beeldesnider, c. 1485–1490

Oak, traces of old polychromy

Amsterdam, Rijksmuseum

Credits:

Meister Arnt von Kalkar und Zwolle, Engel mit den Arma Christi, um 1480
(Inv. Nr. BK-16383)

Foto: // © Rijksmuseum, Amsterdam

Angel with column of the Flagellation

Workshop of Arnt Beeldesnider

Oak, polychromy removed

Private collection

Credits:

Engel mit Geißelsäule

Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln / Marion Mennicken
[Foto: RBA/M. Mennicken]

Washing of the feet of St. Peter

Workshop of Arnt Beeldesnider, 1491

Relief from the predella of the altarpiece of the high altar

Oak, unpainted

Kalkar, St. Nicolai

Credits:

Fußwaschung,
Relief aus der Predella des Hochaltars

Foto: Stephan Kube, Greven

The Entry of Christ into Jerusalem and the Last Supper

Jan van Halderen, 1498

Reliefs from the predella of the altarpiece of the high altar

Oak, unpainted

Kalkar, St. Nicolai

Credits:

Einzug Christi in Jerusalem
Relief aus der Predella des Hochaltars

Foto: Stephan Kube, Greven

St. John the Evangelist

Ludwig Jupan of Marburg, c. 1500

Oak, traces of old polychromy
Cologne, Museum Schnütgen
Acquired in 1994 with the support of Egon Kaufmann, Ursula Neef, Konrad Adenauer and Axel Rodert

This statuette can be used to demonstrate the stylistic differences between Arnt Beeldesnider and Master Loedewich. In contrast to the figures crafted by Master Arnt, Master Loedewich’s figures are characterised by a certain dryness of expression. However, his artistry is evident from the striking stylisation of the compositional elements. The barefoot apostle wears a belted tunic with cascading tubular folds and a billowing cloak swept back over both shoulders. Like the garment motifs, his full head of corkscrew curls clearly accentuate the figure’s three-dimensionality.

Credits:

Ludwig Jupan, Johannes

Foto: [od.] © Rheinisches Bildarchiv Köln

A look into the church of St. Nicolai in Kalkar

High-resolution HDR panoramic photography: Julius Fröbus GmbH, Cologne

Length: c. 3 minutes


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